Hyperhidrose

Mit einer Verabreichung des Proteins Botulinum in die Haut lässt sich übermäßiges Schwitzen ohne einen operativen Eingriff stoppen oder zumindest drosseln. Dieser Effekt ist durch Beobachtung nach erfolgter Faltentherapie der Stirn entdeckt worden. Die Wirkung tritt im Regelfall nach etwa einer Woche ein und hält ca. 6 Monate an. Bei ständig nassen Achseln durch übermäßigen Achselschweiß wird Botulinum nach einer oberflächlichen Betäubung mit einem Anästhesie-Gel, in die Hautschicht gespritzt, in der die Schweißdrüsen sitzen (intradermal). Die Behandlung wird gut toleriert und dauert 15 Minuten.

Vor einer Therapie des übermäßigen Schwitzens sollte eine ursächliche Erkrankung allgemeinmedizinisch ausgeschlossen werden und eine Schilddrüsendiagnostik erfolgen. Eine Substitution mit Schilddrüsenhormonen – im Falle eines Mangels – kann evtl. das Phänomen beheben.

Alternative Verfahren sind Laserbehandlungen, Schweißdrüsenabsaugungen, die Durchtrennung des Grenzstrangs im Brustkorb oder Anti-Transpirants mit Aluminiumsalzen.

Zähneknirschen

Nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus) stört den Schlaf und schädigt langfristig die Zähne und das Kiefergelenk. Oftmals sind auch Kopfschmerzen die Folge. Der Patient bemerkt in der Regel zunächst wiederkehrende Schmerzen im Bereich von Ohr oder Kiefergelenk. Beim Zahnarzt wird bei sichtbaren Schäden am Zahnschmelz die Diagnose Bruxismus gestellt und üblicherweise die Therapie mit einer Beißschiene begonnen. Nicht selten beißen Patienten diese Beißschienen zähneknirschend durch. Durch die Injektion von Botulinum in den Massetermuskel kann die Kraft des Kaumuskels deutlich verringert werden und das Zähneknirschen wird beseitigt. Je nach Kraft der Kaumuskel, der nächtlichen Aktivität und der Dosierung ist die Dauer der Wirkung individuell. Im Mittel sollten Sie von drei Behandlungen im ersten Jahr und darauf zwei Behandlungen rechnen.

Chronische Migräne

Eine chronische Migräne liegt vor, wenn:
- an mindestens 15 Tagen/ Monat über mindestens 3 Monate Kopfschmerzen vorliegen
- davon mindestens 8 Tage mit migränetypischen Erscheinungen kombiniert sind, wie Übelkeit, Erbrechen und Beeinträchtigung der Seh- und Geruchswahrnehmung.

Studien zeigen, dass die Injektion von Botulinum bei Patienten mit chronischer Migräne mit und ohne begleitenden Medikamentenübergebrauch zu einer signifikanten Abnahme der monatlichen Kopfschmerz- und Migränetage und damit zur Steigerung der allgemeinen Lebensqualität führt. Botulinum ist seit 2011 zur Behandlung der chronischen Migräne in Deutschland zugelassen. Die Behandlung besteht aus einem festen Injektionsschema mit feinen Injektionsnadeln. Das empfohlene Intervall für Wiederholungsbehandlungen liegt bei 12 Wochen. Sollte die Diagnose „chronische Migräne“ durch einen Facharzt für Neurologie gestellt oder bestätigt worden sein, so kann bei der zuständigen Krankenkasse ein Antrag auf Kostenübernahme- oder erstattung gestellt werden.

Hyperhidrose

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